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Gorilla Zkittlez Ernte: SCROG-Methode & Lollipopping Guide
6. Mai 2026

Gorilla Zkittlez Erntezeit: SCROG-Methode, Lollipopping & Anbau-Tipps im Detail

9 Min. Lesezeit
Inhalt

Gorilla Zkittlez Ernte: SCROG-Methode & Lollipopping Guide

Weedland 🥦 · Anbau-Guide · cannabisdoku.de

Dicke, harzige Buds, ein Geruch wie Obstsalat mit Erdnote, und Trichome, die unter der Lupe aussehen wie ein Wintermärchen – die Gorilla Zkittlez macht alles richtig, wenn du ihr die passenden Werkzeuge gibst. SCROG und Lollipopping sind keine Geheimwissenschaft. Wer sie kombiniert, holt aus derselben Pflanze deutlich mehr heraus, als es ohne Training jemals möglich wäre. Dieser Guide bricht beide Techniken komplett runter: von der Netz-Logik bis zum letzten Schnitt vor der Ernte.

Was macht die Gorilla Zkittlez so besonders?

Die Gorilla Zkittlez ist eine Kreuzung aus Gorilla Glue #4 und Zkittlez – zwei Sorten, die jede für sich bereits Legenden-Status in der Cannabis-Community haben. Die Gorilla Glue bringt exzessiven Harzgehalt und robuste Struktur mit, während die Zkittlez für die fruchtigen Terpenprofil-Noten und die leicht indica-lastige Morphologie verantwortlich ist. Das Resultat ist eine Hybride, die in der Blüte kompakte, dichte Colas entwickelt, eine starke apikale Dominanz zeigt und auf Training außerordentlich gut reagiert. THC-Werte bewegen sich je nach Phänotyp zwischen 22 und 28 Prozent – bei professionellem SCROG-Setup im Indoor-Bereich sind Erträge von 450 bis über 600 Gramm pro Quadratmeter realistisch.

Terpenprofil und Wirkung

Das Terpenprofil der Gorilla Zkittlez ist ein Dreiklang aus β-Caryophyllen, Linalool und Limonen. β-Caryophyllen bindet als einziges Terpen direkt an den CB2-Rezeptor des Endocannabinoid-Systems und liefert dabei entzündungshemmende Eigenschaften ohne psychoaktive Wirkung. Limonen sorgt für die zitrische, fruchtbetonte Note, während Linalool den erdigen, leicht floralen Unterton beisteuert. Die Kombination mit dem hohen THC-Gehalt – THC bindet primär an CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem – ergibt eine Wirkung, die körperbetont entspannend beginnt und in eine kreative, leicht euphorische Stimmung übergeht. Für Connaisseure und medizinische Nutzer ist das Profil außerordentlich interessant. Wer mehr zur Biologie hinter diesen Mechanismen verstehen will, findet auf PubMed umfangreiche Studien zum Endocannabinoid-System und seinen Rezeptorklassen.

Wachstumscharakteristik und optimale Bedingungen

Die Gorilla Zkittlez zeigt im Vegetationsstadium ein mittelschnelles, buschiges Wachstum mit kurzen Internodien-Abständen. Das macht sie zur perfekten SCROG-Kandidatin. Die Pflanze wächst breiter als hoch, wenn man ihr frühzeitig die Richtung vorgibt. Blütezeit liegt bei 8 bis 9 Wochen. Temperaturoptimum während der Vegetation: 22–26 °C, relative Luftfeuchtigkeit 55–65 Prozent. In der Blüte werden Temperaturen von 20–24 °C und eine schrittweise Reduzierung der Luftfeuchtigkeit auf 40–50 Prozent empfohlen, um Schimmelbildung an den dichten Colas zu verhindern. VPD – also das Sättigungsdefizit der Luft – sollte in der Spätblüte zwischen 1,2 und 1,5 kPa liegen. Wer noch grundlegende Infos zum richtigen Grow-Setup und zur Lichtplanung braucht, schaut am besten zunächst in unseren Cannabis Anbau Setup Guide.

Parameter Vegetation Blüte Spätblüte
Temperatur (Tag) 22–26 °C 20–24 °C 18–22 °C
Luftfeuchtigkeit 55–65 % 45–55 % 40–45 %
Lichtintensität (PPFD) 400–600 µmol/m²/s 700–900 µmol/m²/s 900–1000 µmol/m²/s
pH-Wert (Erde) 6,0–6,5 6,0–6,5 6,0–6,2
EC-Wert (Nährlösung) 1,2–1,6 mS/cm 1,8–2,2 mS/cm 0,8–1,0 mS/cm (Flush)

SCROG-Methode: Theorie, Aufbau und Ausführung

SCROG steht für Screen of Green – eine Trainingsmethode, bei der ein horizontales Netz über der Pflanze gespannt wird. Äste werden durch die Maschen geführt und fixiert, sodass die gesamte Canopy auf einer einzigen Ebene wächst. Das Prinzip dahinter ist simpel, aber die Physik dahinter ist überzeugend: Licht fällt senkrecht auf alle Budpunkte gleichzeitig ein, niemand steht im Schatten. Das Ergebnis ist ein dramatischer Ertragszuwachs bei gleicher Lichtleistung. Die Gorilla Zkittlez reagiert auf diese Methode besonders gut, weil ihre Seitentriebe kräftig genug sind, um echte Cola-Kandidaten zu entwickeln – nicht nur Popcorn-Buds.

Das Netz: Materialien, Maschenweite und Aufbau

Für die Gorilla Zkittlez empfiehlt sich ein Netz mit einer Maschenweite von 5 x 5 cm bis 6 x 6 cm. Feineres Netz macht das Durchfädeln mühsam, gröberes gibt zu wenig Führung. Material-Optionen: Bambus-Schnur ist ökologisch und einfach zu handhaben, Stahl-Gitter (Kunststoffummantelt) ist stabiler und ideal für mehrere Grows. Das Netz wird auf einer Höhe von 20–30 cm über dem Topf gespannt – je nach Wuchshöhe der Pflanze und Abstand zur Lichtquelle. Mindestens 40 cm Abstand zwischen Netz und Lampe sollten eingeplant werden, um Hitzestress zu vermeiden. Wird eine LED mit hoher PPFD eingesetzt, können auch 50–60 cm sinnvoll sein. Das Netz selbst wird an vier festen Punkten im Growzelt befestigt – entweder an den Zeltstangen oder an einem eigenen Rahmen aus PVC-Rohren.

Timing und Durchfädelung: Schritt für Schritt

Mit dem SCROG-Training beginnt man, sobald die Pflanze das Netz von unten berührt – das ist typischerweise 3 bis 5 Wochen nach der Keimung. Ab diesem Punkt werden alle Triebe, die durch eine Masche ragen, sanft zur nächstgelegenen freien Masche geleitet und dort fixiert. Ziel ist es, alle freien Flächen des Netzes gleichmäßig zu füllen, bevor der Blüte-Switch auf 12/12-Stunden-Lichtzyklus gesetzt wird. Faustregel: Das Netz sollte zu mindestens 70–80 Prozent bedeckt sein, bevor die Blüte eingeleitet wird. Nach dem Switch wachsen die Triebe noch einmal deutlich – der sogenannte Stretch – und füllen die restlichen Flächen. Ab Woche 3 der Blüte wird nicht mehr geführt; dann stehen alle Triebe fest und es beginnt der Fokus auf Lollipopping.

"Ein gut geführtes SCROG-Netz ist wie eine Autobahn für Licht: Jeder Budpunkt bekommt seine volle Ration, kein Gramm Energie geht an Schatten-Popcorn verloren. Die Pflanze verteilt ihre Ressourcen dorthin, wo Licht ist – gib ihr ein Netz, und sie gibt dir Cola."

Mehr zur optimalen Licht- und Nährstoffsteuerung während der Blüte – inklusive LST-Grundlagen, auf denen SCROG aufbaut – findet ihr in unserem ausführlichen Guide zu Cannabis-Wachstum, Blüte und LST.

Lollipopping: Warum, Wann und Wie

Lollipopping ist die gezielte Entfernung aller Triebe und Blätter unterhalb der Canopy-Linie. Der Name kommt vom Bild, das dabei entsteht: ein kahler Stängel mit einer vollen Krone oben drauf – wie ein Lolli. Die Logik dahinter ist ertragsphysiologisch: Alles, was unterhalb des Netzes wächst, bekommt kaum direktes Licht und produziert daher keine marktfähigen Buds. Stattdessen zieht es Energie und Nährstoffe aus den oberen, gut belichteten Zonen ab. Wer diese Strukturen konsequent entfernt, lenkt 100 Prozent der Energie in die oberen Colas.

Die richtige Technik ohne Stress

Lollipopping bei der Gorilla Zkittlez findet idealerweise in zwei Phasen statt. Die erste Phase startet am Tag des Blüte-Switchs oder bis zu drei Tage danach: Alle Triebe und Blätter, die unterhalb der Netz-Ebene liegen, werden vollständig entfernt. Dabei saubere, desinfizierte Schere oder Skalpell verwenden – keine gezupften oder gerissenen Wunden. Schnitte sollten dicht am Haupt-Stiel gesetzt werden, ohne Stümpfe zu hinterlassen, an denen sich Pilze festsetzen können. Die zweite Phase folgt in Blütewoche 3: Erneute Kontrolle der Unterzone. Durch den Stretch sind neue Triebe entstanden, die jetzt ebenfalls entfernt werden. Nach Blütewoche 3 wird nicht mehr geschnitten – die Pflanze braucht jetzt ihre gesamte Energie für den Aufbau der Buds und verträgt keine weiteren Stress-Impulse gut.

Lollipopping-Checkliste für die Gorilla Zkittlez

Ernteplanung: Trichome lesen, nicht dem Kalender vertrauen

Die Gorilla Zkittlez ist nach 8 bis 9 Wochen reif – aber verlasst euch nicht blind auf diese Zahl. Trichome sind das einzige verlässliche Instrument. Mit einem 60–100-fachen Handmikroskop oder einer digitalen Jeweler-Lupe werden die Trichomköpfe auf den Zuckerblättern direkt an den Calyxen beobachtet. Klare Trichome: zu früh. Milchig-weiße Trichome zu 80–90 Prozent: optimaler Erntezeitpunkt für maximale Potenz und cerebralen Effekt. Bernsteinfarbene Trichome zu 20–30 Prozent bei weiterhin milchiger Mehrheit: körperbetonter, sedierenderer Effekt, optimal für Nacht-Nutzung. Amber über 50 Prozent: THC degradiert zu CBN, Wirkung stark sedierend. Die Gorilla Zkittlez produziert aufgrund ihrer Gorilla-Glue-Genetik besonders viele trichiomenreiche Zuckerblätter – selbst Leavs, die beim Trimmen anfallen, eignen sich hervorragend für Bubble Hash oder Rosin. Zur Einordnung in das deutsche Regulierungsumfeld lohnt ein Blick auf die offizielle Seite des BfArM zur Cannabis-Regulierung.

Ernte, Trocknung und Trimmen der Gorilla Zkittlez

Wenn die Trichome stimmen, beginnt 10 bis 14 Tage vor der Ernte das Flushing: Nur noch klares, pH-neutrales Wasser (6,0–6,2) in die Töpfe, EC auf 0,3–0,5 mS/cm reduzieren. Dieser Prozess entfernt überschüssige Nährstoffsalze aus dem Substrat und der Pflanze selbst, was den finalen Geschmack und das Aroma messbar verbessert. Wer auf organische Substrate und organische Dünger gesetzt hat, kann auf hartes Flushing weitgehend verzichten – das Substrat puffert die Nährstoffe natürlicher. Am Erntetag sollte das Licht mindestens 12 Stunden ausgeschaltet sein, bevor geschnitten wird. Dunkelheit vor der Ernte fördert die Terpenmobilisierung in den Trichomköpfen.

Die Gorilla Zkittlez wird am besten als Wet Trim geerntet: Blätter vor dem Hängen entfernen, Äste aufhängen. Trocknungsraum: 15–18 °C, 50–55 % relative Luftfeuchtigkeit, langsam und dunkel. Mindest-Trockenzeit: 10 Tage. Schnelle Trocknung bei hohen Temperaturen zerstört Terpene irreversibel. Nach der Trocknung – wenn die kleinen Äste beim Biegen knacken – beginnt das Curing in luftdicht verschlossenen Gläsern. Tägliches Lüften (Burpen) für die ersten 14 Tage: jeweils 15 Minuten. Gesamtcuring-Dauer für die volle Entfaltung des Aromas: mindestens 4 Wochen, optimal 6 bis 8 Wochen. Die Gorilla Zkittlez belohnt Geduld mit einem Geschmack, der nach einem langen Cure kaum noch zu toppen ist: tropische Früchte, Erdbeere, ein leichter Diesel-Unterton, und darunter dieser typische Gorilla-Mosche.

Für eine detaillierte Sortenübersicht und Informationen zur Züchtungsgeschichte der Zkittlez-Linie empfiehlt sich außerdem ein Blick auf Leafly: Gorilla Zkittlez Strain Info.

"Die Ernte ist nicht das Ende des Grows – sie ist der Anfang des Aromas. Wer bei der Trocknung und beim Curing spart, verbrennt die Arbeit von 8 Wochen innerhalb weniger Tage."

Die Kombination aus SCROG und Lollipopping ist bei der Gorilla Zkittlez kein Luxus, sondern Standard. Wer einmal mit einem vollständig bedeckten Netz in die Ernte geht und sauber gelollipopped hat, versteht sofort, warum Grower, die diese Methoden ignorieren, buchstäblich Ertrag auf dem Tisch liegen lassen. Mit den richtigen Umgebungswerten, konsequentem Training und einem geduldigen Cure produziert diese Sorte Ergebnisse, die auch erfahrene Grower begeistern. Alle Guides und Doku-Inhalte rund um den Eigenanbau findet ihr gesammelt im Zum anbau-Channel auf cannabisdoku.de.

Zum Vergleich: Wer verstehen will, wie der illegale Cannabis-Schwarzmarkt in deutschen Städten trotz Legalisierungsdruck weiterhin funktioniert, findet bei uns auch umfangreiche Dokumentationsberichte, zum Beispiel zur Berliner Cannabis-Schwarzmarkt-Razzia oder zur Razzia im Frankfurter Bahnhofsviertel – Kontext, der verdeutlicht, warum legaler Eigenanbau so wichtig ist.


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