"Hanf" klingt harmlos. "Marihuana" klingt nach den 1970ern und Drogenfahndern. Beide Wörter beschreiben Cannabis. Der Unterschied ist nicht botanisch — er ist politisch.
Wie die Grenze gezogen wurde
In den USA wurde in den 1930ern der Begriff "Marihuana" bewusst verwendet, um Cannabis mit mexikanischen Immigranten zu assoziieren — eine rassistische Strategie, die Harry Anslinger perfektioniert hat. "Hemp" (Hanf) durfte weiter angebaut werden, weil die Textilindustrie ihn brauchte. "Marihuana" wurde kriminalisiert. Die THC-Grenze kam später — als Rechtfertigung, nicht als Ursache.
Was die 0,2% THC-Grenze bedeutet
In der EU gilt: Hanf ist Cannabis mit unter 0,2% THC. Alles darüber ist — je nach Land — Medizin oder Illegales. Diese Grenze ist willkürlich. Wissenschaftlich gibt es keine Schwelle, unter der Cannabis harmlos und über der es gefährlich wird. Es ist eine politische Entscheidung, die aus einer anderen Entscheidung folgt, die aus einem Rassismus der 1930er folgt.
Was Nutzhanf tatsächlich ist
Hanf für Fasern, Öle, Papier, Baustoffe ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Segel, Seile, Kleidung — die Geschichte der Menschheit ist ohne Hanf nicht denkbar. CBD-Produkte aus Nutzhanf sind heute ein milliardenschwerer Markt. Das alles ist Cannabis. Sortenprofile und Unterschiede: Cannavergleich.com.
Was bleibt
Hanf und Marihuana sind verschiedene Worte für dieselbe Pflanze — mit unterschiedlicher Geschichte hinter sich. Wer die Geschichte kennt, schaut anders auf die Debatte. Medizinisches Cannabis: CannaZen.de. FIV Magazine für mehr.
