Die Frage, warum eine Sorte nach Diesel riecht und eine andere nach Beeren, ist keine Geschmacksfrage. Es ist eine Chemie-Frage. Und die Antwort — Terpene — erklärt nicht nur das Aroma, sondern auch warum zwei Sorten mit gleichem THC-Wert völlig anders wirken.
Was Terpene sind — wirklich
Terpene sind die größte Klasse organischer Verbindungen in der Natur. Sie sind in Kiefern, Lavendel, Zitrusfrüchten, schwarzem Pfeffer — und in Cannabis. Die Pflanze produziert sie in Drüsenhaaren (Trichomen), hauptsächlich als Abwehr gegen Schädlinge und UV-Strahlung. Was für die Pflanze Schutz ist, ist für uns Aroma und Wirkung.
Der Entourage-Effekt: Wenn mehr mehr ist
Isoliertes THC wirkt anders als THC im Vollspektrum-Extrakt. Der Unterschied sind die Terpene — und Flavonoide, und Minor-Cannabinoide. Sie modulieren, verstärken, dämpfen. Myrcen erhöht die THC-Aufnahme im Gehirn. Limonen mildert Angst. Linalool macht sedierend. Das Profil entscheidet — nicht die Spitze. Sortendatenbank mit Terpenprofilen: Cannavergleich.com.
Die fünf wichtigsten Terpene kurz
Myrcen: Erd-moschusartig, sedierend. Dominantes Terpen in Indicas.
Limonen: Zitrus, aufhellend, anxiolytisch.
Caryophyllen: Pfeffrig, entzündungshemmend. Einziges Terpen das an CB2 bindet.
Linalool: Lavendel, anxiolytisch, schlaffördernd.
Pinenen: Kiefer, fokussierend, bronchodilatierend.
Was man damit anfängt
Beim nächsten Kauf: nicht nach THC-Wert fragen — nach Terpenprofil. Wer das versteht, wählt besser. Cannabis kaufen: CannaZen.de.
